SPD/Linke will Inklusionsplan in Südbrookmerland
Nachfolgenden Antrag hat die Gruppe SPD/Linke (für Die Linke: Johann Erdwiens) an den Rat der Gemeinde Südbrookmerland gestellt:
Antrag: Auf dem Weg zur Inklusion – Bestandsaufnahme und Planung eines
‚Aktionsplans Inklusion für Südbrookmerland‘
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Erdwiens,
das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (kurz: UN
Behindertenrechtskonvention) ist seit 15 Jahren (2008) in Kraft. 185 Staaten haben
diesen Beschluss gefasst, Deutschland ratifizierte den Beschluss im Jahr 2009.
Niedersachsen zog entsprechend nach und seitdem gibt es im „Zwei-Jahres-Takt‘“
einen „Aktionsplan Inklusion“ auch für unser Bundesland, der sowohl Erfahrungen in
der Umsetzung reflektiert als auch neue Vorschläge zur Inklusion und der Beseitigung
bestehender Barrieren entwickelt.
Unter Barrieren sind die im wörtlichen Sinne (Treppen und Stufen, fehlende Rolli-
Rampen, akustische Signale bei Ampeln etc.) als auch die im übertragenen Sinne
(Barrieren in den Köpfen, durch Unverständnis, Finanzierungsvorbehalte etc.)
gemeint.
Die Umsetzung der „UN-Behindertenrechtskonvention“ gilt auch für unsere Gemeinde.
Um dem Ziel der Inklusion und der Beseitigung von Barrieren näher zu kommen ist es
erforderlich, auch hier kritisch und konstruktiv zu reflektieren und daraus aktuelle
Forderungen und Pläne abzuleiten.
Südbrookmerland
Gruppe SPD/Linke
Daraus ergeben sich folgende Handlungsfelder und Aktivitäten:
Die Gemeinde Südbrookmerland hat das Ziel, dass der Zugang zu allen öffentlichen
Gebäuden innerhalb einer Frist von fünf Jahren barrierefrei oder barrierearm ist.
Auf Initiative/Einladung der Gemeinde Südbrookmerland wird eine Fachkommission
gebildet, die analog zum Land Niedersachsen alle zwei Jahre einen aktualisierten
„Aktionsplan Inklusion“ herausgibt.
Mitglieder der Fachkommission können:
Vertreter/Vertreterinnen von Verbänden und Selbstorganisation der Menschen mit
Behinderungen sein (u.a. blinde, gehörlose, schwerhörige, körperbehinderte und
psychiatrieerfahrene Menschen‘ => Anregungen findet man u.a. auf der Seite des LBB
Nds.).
Vertreter/Vertreterinnen gesellschaftlich relevanter Gruppen (u.a. Kirchen,
Gewerkschaften, Unternehmerverbände, Vereine aus Sport und Kultur).
Senioren/Seniorinnen und Behindertenbeauftragte(r) der Gemeinde
Südbrookmerland.
Die Vorschläge der Fachkommission fließen in die Beratung der Fachausschüsse und
des Rates zur Beschlussfassung ein.
Rat und Verwaltung stellen den Aktionsplan in angemessener Form alle zwei Jahre
öffentlich vor.
Die Gemeinde Südbrookmerland sucht eine interkommunale Zusammenarbeit mit
anderen Gemeinden.
Begründung:
Die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention braucht auf allen Ebenen Aktivitäten
und die Übernahme von Verantwortung aller politischen und gesellschaftlichen
Akteuren, damit wir dem Ziel des Gemeinsamen spürbar näherkommen. Die
Berichterstattung nicht nur über die „Special Olympics“, „Invictus Games“ oder die
integrativen Gruppen der SG Moordorf (z.B. Judo) zeigen die Bedeutung für die
gesamte Zivilgesellschaft – auch in unserer Gemeinde vor Ort – nicht zuletzt auch für
die älteren Menschen und alle anderen mit oder ohne Beeinträchtigungen!
Wir bitten um weitere Veranlassung!
Mit freundlichen Grüßen
Hange Ukena und Helga Gloger
